HINTERGRUNDINFORMATION KNORPELBILDUNG BEI HUNDE, KATZEN UND ANDEREN HAUSTIERE.

Beschädigter Knorpel muss immer behandelt werden.

Knorpel gehört zu den sog. Bradytrophe Geweben; dies bedeutet, dass der Stoffwechsel sehr niedrig ist, da es nicht von Blutgefäßen durchzogen wird. Er ernährt sich durch Diffusion aus den umgebenden Geweben (Diffusion: ein passiver Prozess, wobei die Moleküle danach streben sich gleichmäßig im Raum auszubreiten, so dass ihre Konzentration überall gleich groß ist). Dies hat zur Folge, dass Knorpelverletzungen nur langsam heilen.

Außerdem gibt es im Knorpel keine Nervenbahnen. Deswegen verspürt der Hund meistens erst dann Schmerzen, wenn der Knorpel schon zerstört ist und die Knochenenden aufeinander reiben oder sich Absplitterungen in dem Gelenkspalt (blau) befinden.

Knorpelbildung

Der Knorpel wirkt als Stoßdämpfer und sorgt dafür, dass die Gelenke reibungslos übereinander gleiten können. Überlastung ist eine Ursache für viele Knorpelschäden, genau wie Übergewicht. Haustiere, die die Gelenke zu stark belasten, können den Knorpel schädigen, wodurch die Stoßdämpfung allmählich nachlässt. Knorpel kann auch teilweise beschädigt werden, zum Beispiel durch einen Unfall oder Sturz.

Eine langfristige Schädigung des Knorpels wird als Arthrose bezeichnet. Dies verursacht Schmerzen und funktionelle Beschwerden. Das Knorpel-Polster zwischen den Gelenken bricht zusammen und verursacht starke Schmerzen.

Knorpelverletzung

Knorpel ist eine Schicht unterschiedlicher Dicke am Ende eines Knochens in einem Gelenk. Die Dicke kann von 1 bis 7 mm (mittig auf der Rückseite der Kniescheibe) variieren. In Konsistenz und Aussehen ist dieser Knorpel mit einer Kokosnuss-Schicht zu vergleichen: Er ist glatt und druckfest, aber auch unter ungünstigen Bedingungen sehr anfällig. Die Wiederherstellung des Gelenkknorpels braucht Zeit, da der Knorpel keine Nerven und Blutgefäße enthält. Übersteigt die Schädigung der Knorpeloberfläche eine bestimmte Größe, kommt es zu einem frühzeitigen Beginn der Arthrose.

Wir unterscheiden zwei relevante Knorpelarten:

Gelenkknorpel. Die Knochen gesunder Gelenke sind mit hyalinem Knorpel, auch Glasknorpel genannt, überzogen. Es ist weiß und halb durchscheinend und macht die Oberfläche der Knochen sehr glatt, damit sie sich reibungslos im Gelenk bewegen können. Wenn dieser hyaline Knorpel beschädigt wird, führt dies dazu, dass die Bewegung weniger glatt und möglicherweise schmerzhaft wird. Durch die Wiederherstellung des hyalinen Knorpels wird die Bewegung wieder geschmeidiger und der Schmerz lässt nach.

Die zweite Art von Knorpel ist Faserknorpel. Daraus bestehen zum Beispiel die Bandscheiben. Auch die Verbindung zwischen linker und rechter Beckenhälfte besteht aus Faserknorpel. Faserknorpel ist weiß. Beschädigter Faserknorpel verursacht starke Schmerzen. Wiederherstellung des Knorpels möglich. Was die Schmerzbeschwerden reduzieren kann.