HINTERGRUNDINFORMATION BANDSCHEIBENVORFALL BEI HUNDE, KATZEN UND ANDEREN HAUSTIERE.

Ein Bandscheibenvorfall ist eine degenerative Erkrankung der Wirbelsäule.

Die Wirbelsäule besteht aus beim Hund aus 7 Halswirbeln, 13 Brustwirbeln (diese tragen die Rippen), 7 Lendenwirbeln, 3 verwachsenen Kreuzwirbeln. Zwischen zwei Wirbeln liegt jeweils eine Bandscheibe. Die Bandscheiben funktionieren wie eine Art Stoßdämpfer und verleihen der Wirbelsäule außerdem eingeschränkte Bewegungsmöglichkeiten. Eine Bandscheibe besteht aus einem festen äußeren Ring und einer gallertartigen Masse im Inneren.

Bei einem Bandscheibenvorfall kann der äußere Ring dem Druck nicht mehr standhalten und der innere Teil wölbt sich nach außen. Dadurch werden die in dem entsprechenden Gebiet laufenden Nerven eingeklemmt. Ein schwerer Bandscheibenvorfall kann deshalb zu Lähmungen oder sogar zu einer Querschnittslähmung (durch Schädigung des Rückenmarks) führen. Der Hund kann unwillkürlich Urin und/oder Kot verlieren. Dies ist ein Notfall: der Hund muss sofort operiert werden! Obwohl manchmal das Wort "Dackellähme" benutzt wird, kommt der Bandscheibenvorfall gewiss nicht nur bei Dackeln vor!

Bei Katzen kommt ein Bandscheibenvorfall seltener vor als beim Hund.

Symptome

  • Ihr Tier hat Schmerzen
  • es bewegt sich ungern
  • macht einen steifen Eindruck, Nacken und Beine
  • mag nicht berührt werden
  • und geht mit einem gekrümmten Rücken.
  • Manchmal sind die Schmerzen so stark, dass der Hund schon schreit, wenn er gestreichelt wird oder sogar schnappt.
  • Die Muskulatur ist verspannt.

Behandlung

Wichtig ist jetzt, dass der Hund sich einige Wochen nur sehr wenig bewegt: Treppensteigen, wilde Spiele und lange Spaziergängen sollten unterlassen werden. Nach dem akuten Stadium entlastet schwimmen den Rücken und stärkt die Muskulatur. Falls der Hund Übergewicht hat, sollte er abnehmen. Auch Physiotherapie ist sehr hilfreich.

Ein Bandscheibenvorfall im hinteren Rückenbereich muss man anders behandeln, dann ein Bandscheibenvorfall im Nackenbereich. Es ist wichtig, hier einen Unterschied zu machen! Lassen Sie von Ihrem Tierarzt die richtige Diagnose mittels einer Röntgenaufnahme, CT oder MRT stellen.