HINTERGRUNDINFORMATIONEN BLASENENTZÜNDUNG BEI HUND, KATZE UND MEERSCHWEINCHEN.

Eine Blasenentzündung wird meistens durch Bakterien verursacht.

Die Entzündung kann sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen Haustieren auftreten, sie wird aber in der Praxis häufiger bei weiblichen Haustieren festgestellt.

Die Bakterien kommen meistens von außen und wandern an den Geschlechtsorganen und Harnröhre entlang in die Blase. Normalerweise ist der Urin steril, das heißt, e befinden sich keine Bakterien darin. Die Bakterien, die in der Blase landen, werden normalerweise beim nächsten Wasserlassen wieder herausgespült.

Eine Blasenentzündung entsteht durch eine besondere Situation. Dies kann sein:

  • ein Rest Urin, der nach dem Wasserlassen in der Blase zurück bleibt. Dieser ist ein idealer Nährboden für Bakterien, in der sie verweilen oder sich sogar vermehren.
  • eine abweichend gebildete Blasenwand oder ein nicht gut funktionierender Blasennerv.
  • die Anwesenheit von Blasengrieß oder Blasensteinen. In Blasengrieß und/oder Blasensteinen können Bakterien sich leicht vermehren. Häufig beschädigen der Grieß und die Steine die Blasenwand, wodurch sich die Brutvoraussetzungen für die Bakterien noch mehr verbessern. Durch die Beschädigung der Blasenwand befindet sich meistens auch Blut im Urin.

Symptome Blasenentzündung

Haustieren mit einer Blasenentzündung zeigen ein abnormales Verhalten beim Wasserlassen. Sie lassen häufig Wasser, oder sie pressen, ohne dass viel Urin kommt. Manchmal haben sie auch Schmerzen. Der Urin kann normal aussehen, kann aber auch trübe oder blutig sein. Weibliche Haustieren lecken sich häufig an der Vulva und können auch Ausfluss haben. Im Allgemeinen verhält sich das Tier aber nicht so, als ob es krank ist; es hat kein Fieber und isst und trinkt normal.

Ein Tierarzt kann untersuchen, welche Art von Bakterien sich im Urin befindet und eine Behandlung vorschlagen. Meistens wird Antibiotika verschrieben.